Yield

Die englische Bezeichnung für die Rendite einer Immobilie, gemessen als Verhältnis von Jahresertrag zum Kaufpreis.

Yield ist die im internationalen Sprachgebrauch übliche Bezeichnung für die Rendite einer Immobilie. Gemeint ist das Verhältnis zwischen dem Ertrag, den ein Objekt jährlich abwirft, und dem Kapital, das dafür eingesetzt wurde. In deutschen Unterlagen begegnet Ihnen der Begriff vor allem bei Renditeobjekten, in Exposés institutioneller Anbieter und in Marktberichten.

Für die Wertermittlung selbst ist der Yield keine eigenständige Größe: Maßgeblich sind die Verfahren der ImmoWertV. Als Plausibilitätsmaßstab ist er aber nützlich, weil er zwei Objekte unabhängig von ihrer Größe vergleichbar macht.

Brutto- und Nettorendite

Die Bruttorendite setzt die Jahresnettokaltmiete ins Verhältnis zum Kaufpreis. Sie ist schnell gerechnet, blendet aber sämtliche Kosten aus. Die Nettorendite berücksichtigt zusätzlich die nicht umlagefähigen Bewirtschaftungskosten und die Erwerbsnebenkosten und liegt deshalb regelmäßig deutlich niedriger. Wird eine Rendite ohne Zusatz genannt, ist meist die Bruttorendite gemeint.

Verhältnis zum Liegenschaftszinssatz

Der Yield ist eine Kennzahl des einzelnen Objekts, der Liegenschaftszinssatz dagegen eine vom Gutachterausschuss aus tatsächlichen Kaufpreisen abgeleitete Marktgröße. Im Ertragswertverfahren wird mit dem Liegenschaftszinssatz gerechnet, nicht mit einer selbst gewählten Zielrendite.

Wann Sie damit zu tun bekommen

Beim Kauf eines Mehrfamilienhauses oder einer vermieteten Eigentumswohnung ist der Yield oft das erste Argument im Verkaufsgespräch. Ob die genannte Zahl trägt, hängt davon ab, wie nachhaltig die zugrunde gelegten Mieten sind und welcher Instandhaltungsstau im Objekt steckt. Genau das prüft ein Gutachten.

Wert statt Begriff?

Für Erbschaft, Finanzamt, Scheidung oder Verkauf ermittle ich den Verkehrswert nachvollziehbar und schriftlich dokumentiert.

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